Quelle: Chronik – 25 Jahre Abteilung Basketball

Texte: Thomas Bertelt

History

Die Anfänge

Sofern man nach 25 Jahren im VfL schon von „Geschichte“ sprechen kann, sollen zunächst die Ursprünge und ersten Aktivitäten vor der eigentlichen Gründung der Basketballabteilung näher geschildert werden. Darüber gibt es bis heute kaum oder gar keine Aufzeichnungen und ebenso keine Bilddokumente, soweit uns bekannt ist.
Den Grundstein in Löningen legte im Schuljahr 1972/73, der damals noch wegen akutem Lehrermangels so genannter „Student mit Unterrichtsverpflichtung“ am Löninger Gymnasium beschäftigte, „Sportlehrer“ Bernd Kessen.
Der gebürtige Bunner hatte seine sportliche Vorliebe – wie damals üblich – im Fußball. Doch seit den Olympischen Spielen 1972 in München waren für ihn besonders Volleyball, aber auch Basketball, interessante Alternativen geworden. So zeigte er im Sportunterricht den Jungen (es gab zu der Zeit noch die geschlechtliche Trennung) der Klassen 6 die ersten Basketballübungen wie Dribbeln oder Passe. Am Ende der Sportstunde ließ er dann ca. 5 bis 10 Minuten lang Mannschaften gegeneinander spielen, die – wie man sich bei dem Alter der Schüler vorstellen kann – in einem wilden Durcheinander umherliefen und ihre Mühe hatten, den großen und relativ schweren Ball (Minibälle gab es zu dem Zeitpunkt zumindest in Löningen noch nicht) überhaupt in den Korb zu werfen. Dennoch kristallisierten sich schnell einige talentierte Spieler heraus.

Bernd Kessen

Das sah auch Dick Snijder so, als er als Nachfolger von Bernd Kessens seine Tätigkeit am Löninger Gymnasium zum 1. Februar 1973 aufnahm. Einige Schüler beobachteten, wie sich Dick Snijder, der spätere Hauptinitiator für die Gründung der VfL-Abteilung, des öfteren während seiner Pausen oder vor Beginn einer Sportstunde elegant mit einem Basketball „herumzauberte“. Kurze Zeit später wurden alle Schüler der unteren Klasse gefragt, ob sie an einer Basketball AG (Arbeitsgemeinschaft) teilnehmen möchten. Die Resonanz war so überwältigend, dass längst nicht alle interessierten Schüler mitmachen konnten.

Dick Snijder

In mehreren Stunden mit Übungseinheiten reduzierte Dick Snijder den Kreis der Teilnehmer und wählte letztlich etwa 14 Jungen aus, die regelmäßig einmal pro Woche gezielt von ihm trainiert wurden.
Wie sich dann im Laufe der Zeit herausstellte, hatte Dick Snijder in seiner niederländischen Heimatstadt Enschede lange Jahre bereits Basketball gespielt und war sogar Mitglied der 1. Mannschaft der „Jugglers“, die damals in der zweiten Division (vergleichbar mit der 2. Bundesliga) auf Punktejagd ging. Somit war seine Leidenschaft zu dieser damals relativ neuen Sportart erklärt.
Die AG des Gymnasiums trainierte nicht nur gut, sie nahm auch an Wettkampfturnieren der Schulen teil, wurde Kreismeister und belegte zweimal den vierten Platz bei den Bezirksmeisterschaften.
Zu einem Turnier in der Gymnasiumhalle war auch die Schülermannschaft des nach Leer gewechselten Sportlehrers Bernd Kessens eingeladen worden, die aufgrund ihrer größeren Erfahrung den Sieg mit nach Ostfriesland nahm. Die Löninger AG hatte zwei Mannschaften gemeldet und Platz zwei und drei belegt.
Mit Einführung der reformierten Oberstufe am Löninger Gymnasium 1976 bot der Fachbereich Sport Basketballkurse unter Leitung von Sportlehrer Dick Snijder an. Diese brachten weitere talentierte Spieler hervor. Die Teilnehmer der AG und der Basketballkurse stellten später auch das Grundgerüst der 1. Herrenmannschaft dar.

1.Herren - Saison 77/78

Der VfL-Vorstand mit seinem damaligen Vorsitzenden Sönke Claussen unterstützte den Antrag auf Gründung einer Basketballabteilung. Somit fand am 15. August 1977 die Gründungsversammlung statt.

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